40 politische Multiplikatorinnen und Multiplikatoren treffen sich in Magdeburg zu einer bundesweiten Aktion für Barrierefreiheit, eine inklusive Gesellschaft und volle politische Mitentscheidung behinderter Menschen auf Initiative von Selbst Aktiv.
Im Sinne einer „wehrhaften Demokratie“ und einer Demokratie für Alle im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention wurde der politische Wille für Demokratie, Menschenwürde und volle Teilhabe sowie Mitentscheidung behinderter Menschen in Politik und Gesellschaft eingebracht. „Wir sind hier, wir wollen gemeinsam mit demokratischen Bürgerinnen und Bürgern für den Ausbau demokratischer Rechte auf Bundesebene, aber jetzt konkret in Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern kämpfen“, erklärten die Bundesvorsitzenden Katrin Gensecke und Karl Finke eingangs in Magdeburg.
Katrin Gensecke ist ebenfalls Landtagsabgeordnete im sachsen-anhaltinischen Landtag und somit Gesicht und Stimme behinderter Menschen in diesem Bundesland. Moderiert wurde die Veranstaltung von dem Landtagsabgeordneten Falko Grube, der deutlich machte, dass für das politische Handeln der SPD, Barrierefreiheit und Inklusion Ecksteine ihres Handelns sein.
Karl Finke machte eingangs deutlich, dass die Frage von rückwärtsgewandter Politik und der Beschneidung der Rechte und Lebensqualität behinderter Menschen eine Bedrohung bundesweit ist und wir rechtzeitig uns wehren müssen, sowie unsere Stimme für inklusive Bildung, inklusive Arbeit und gemeinschaftsorientierte Wohnformen erheben müssen. „Wir haben nicht vergessen: Die Grundgesetzänderung zugunsten behinderter Menschen und die Wahlrechtsnovellierung zugunsten des Wahlrechts behinderter Menschen wäre ohne das Handeln von uns direkt so nicht gekommen“, machten Karl Finke und Katrin Gensecke nochmals deutlich.
Thomas Koch, der Sprecher von Selbst Aktiv in Berlin, unterstrich in seinem Beitrag die breite Mitwirkung und Mitentscheidung von Selbst Aktiv bei dem Wahlprogrammentwurf der SPD in Berlin und im politischen Handeln. Dies bezieht sich auch auf die Einbeziehung der Kompetenz von Selbst Aktiv Berlin in den politischen Abläufen.
Katrin Gensecke verdeutlichte, welche Bedeutung die direkte Mitentscheidung behinderter Menschen im Landtag von Sachsen-Anhalt hat. Dies macht sie deutlich an konkreten Entscheidungsfällen, wie z.B. dem fortschrittlichen Kita-Gesetz in Sachsen-Anhalt und dass die Forderung nach Barrierefreiheit und Inklusion im Programm der SPD jeweils zehn bzw. sieben Mal enthalten ist, dies jeweils im Sinne der Fortentwicklung demokratischer und Teilhabe-Strukturen im Sinne einer menschenrechtsorientierten Politik.
Alle 40 Aktivistinnen und Aktivisten werden unsere politischen Ziele einer inklusiven/partizipativen Gesellschaft in Arbeit, Bildung, Wohnen, Sport gemeinsam über Sachsen-Anhalt hinaus in die verschiedenen Bundesländer tragen.
„Wir kommen wieder und dokumentieren unseren politischen Willen beim nächsten Mal vielleicht in Stuttgart, Hannover oder Leipzig“, riefen Katrin Gensecke und Karl Finke den selbstbewussten Aktivistinnen und Aktivisten eben von Selbst Aktiv zu. „Solidarität und Zusammenhalt macht stark“, war das abschließende Credo aller. Uns ist klar, jede Stimme zählt.